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Wegfall der EEG-Umlage 2022

Was bedeutet die EEG-Umlage für Hauseigentümer und Vermieter?

Wer auf seinem Haus eine Photovoltaik-Anlage betreibt, kommt unweigerlich mit einem Thema in Berührung, das nur Netzbetreiber wirklich verstehen: die EEG-Umlage zur Finanzierung des Ausbaus von Ökostrom-Anlagen. Diese muss für den eigenerzeugten und eigenverbrauchten Strom bezahlt werden, obwohl der Strom nie ins Verteilnetz eingespeist wird. 

Mit dem Wegfall dieser Umlage zum 01.07.2022 wird der eigenverbrauchte Strom billiger und es fallen bürokratische Hindernisse wie die Meldepflicht weg. Auch Vermieter profitieren von den Neuerungen.

Was ist die EEG-Umlage für Strom?

Die EEG-Umlage für Strom ist eine Folge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2021). Dieses regelt die Einspeisung von Strom, welcher aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurde. Da der Ausbau der Ökostrom-Anlagen ein Ziel der Deutschen Bundesregierung ist, werden diese Erzeuger mit einem erhöhten Einspeiseentgelt abgegolten. Zusätzlich müssen die Netzbetreiber diesen Strom bevorzugt abnehmen, was bei volatilen Energieträgern wie Windkraft oder Solar oft den Ausbau der Netze erfordert.

Grundsätzlich fällt die Stromerzeugung aus Photovoltaik, Biomasse, Windkraft, Wasserkraft sowie Geothermie unter das Erneuerbare-Energie-Gesetz. Die erhöhten Vergütungssätze unterscheiden sich in der Höhe aber von der jeweiligen Erzeugungsart. Teurere Produktionsformen werden höher vergütet als günstigere. Dabei werden die Vergütungen auf die Dauer von 20 Kalenderjahren garantiert, werden aber jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz niedriger. Die Vergütung wird jedes Jahr durch eine Erneuerbare-Energien-Verordnung neu geregelt.

Dadurch entstehen den Netzbetreibern höhere Kosten, die sie nicht vollständig durch den Verkauf dieses Stroms an der Börse refinanzieren können. Daher wird die Differenz zwischen der Vergütung und den Einnahmen auf die Masse der Stromverbraucher übergewälzt. Alle Bürger tragen daher die Förderung und den Ausbau der emissionsfreien Stromproduktion mit. Daher hat die EEG-Umlage Bedeutung für sowohl Hauseigentümer als auch Vermieter.

Aufgrund anhaltender Kritik an der EEG-Umlage und zur Entlastung der Bürger in der aktuellen Stromhochpreisphase hat der Deutsche Bundestag Ende April 2022 deren Abschaffung beschlossen. Bereits zu Jahresbeginn war die Umlage gesenkt worden. Ab 2023 soll sie indessen vollständig vom Klima- und Energiefonds übernommen werden. Ab 01.07.2022 wird die Umlage nicht mehr eingehoben. Den Einnahmenausfall durch die Abschaffung der EEG-Umlage beziffert die Bundesregierung mit etwa 6,6 Milliarden Euro.

Wie hoch ist die EEG-Umlage 2022?

Zuletzt betrug die EEG-Umlage für Strom 3,723 ct/kWh. Das markierte den niedrigsten Stand seit zehn Jahren, obwohl die EEG-relevante Strommenge in dieser Zeit um 103 % gestiegen ist. Den bisher höchsten Wert erreichte sie 2017 mit 6,88 ct/kWh.

Die starke Absenkung war Folge der Entwicklung der Strombörsenpreise und der Bundeszuschüsse. Da die Netzbetreiber durch die aktuell hohen Strompreise höhere Erträge erwarten können, sinken die „Differenzkosten“ zu den verordneten Einspeisevergütungen und die EEG-Umlage sinkt. Damit die Entlastung auch bei den Verbrauchern ankommt, müssen die Netzbetreiber die Preise entsprechend senken und dies auch auf der Rechnung ausweisen. Eine vierköpfige Familie wird sich so im Vergleich zu 2021 bis zu 300 Euro pro Jahr sparen.

Erzeuger mit eigener Photovoltaik-Anlage müssen ihren Eigenverbrauch dem örtlichen Verteilnetzbetreiber sowie zusätzlich der Bundesnetzagentur melden. Diese Meldepflicht ist im EEG gesetzlich geregelt und jeweils bis zum 28. Februar des Folgejahres zu erfüllen. Viele Hauseigentümer haben diese Meldung verabsäumt und mussten dann einen Aufschlag von 20 % auf die EEG-Umlage bezahlen.

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Was bedeutet der Wegfall der EEG-Umlage für Vermieter und Hauseigentümer?

Seit 2014 wird für den selbsterzeugten Solarstrom vom Hausdach unter bestimmten Umständen eine anteilige EEG-Umlage fällig, bekannt auch als „Sonnensteuer“. Für den Verbrauch des selbst erzeugten Stroms wird ein reduzierter Umlage-Betrag von 40 % der regulären Umlage (2022: 1,489 ct/kWh) verrechnet, auch wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird. Nur Photovoltaik-Anlagen bis zu einer Leistung von 10 kWp sowie Inselanlagen ohne direkten Netzanschluss waren davon befreit. Damit beeinflusst die EEG-Umlage auch Vermieter.

2021 wurde diese Bagatellgrenze auf 30 kWp angehoben, damit wurden so gut wie alle privat betriebenen Anlagen auf Einfamilienhäusern abgabenfrei. Für eine 30 kWp-Anlage benötigt man mindestens 150 m² Dachfläche. Daher hat die Abschaffung der EEG-Umlage auch Bedeutung vor allem für Vermieter von Mehrparteienhäusern, auf denen sich größere Photovoltaik-Anlagen befinden, denn auch hier fällt die Umlage ab Juli weg. Damit werden Geschäftsmodelle wie Mietstrom- oder Speicherprojekte durch den Wegfall der EEG-Umlage für Vermieter wirtschaftlich attraktiver. Bisher fanden solche Modelle wenig Anklang, das jährliche Fördervolumen von 500 MW wurde nur zu einem Bruchteil abgerufen. Nach der Abschaffung der EEG-Umlage können Vermieter nun günstigeren Mieterstrom anbieten.

Hat der Wegfall der EEG-Umlage eine Bedeutung für die Immobilienbewertung?

Eine eigene Photovoltaik-Anlage ist für eine Immobilie von großem Mehrwert, da die monatlichen Betriebskosten für den Strom geringer ausfallen. Außerdem möchten viele Interessenten bei einem Immobilienkauf bereits für die Zukunft vorsorgen und nachhaltig wohnen. Der Wegfall der EEG-Umlage wird somit Bedeutung für die Immobilienbewertung haben.

Ihr Sorglosmakler berät sie umfassend und führt eine kostenfreie Bewertung von Immobilien mit Photovoltaik-Anlagen sowie zu Mietstromprojekten durch! Nehmen Sie noch heute Kontakt zu Sorglosmakler auf, um einen unverbindlichen Termin zu vereinbaren!

Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/eeg-umlage-faellt-weg-2011728


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