Nachfrage nach Immobilien, Moderne Wohnanlagen

Sinkende Nachfrage nach Immobilien – Kommt jetzt die Trendwende am Immobilienmarkt?

In den vergangenen Jahren befand sich der Immobilienmarkt in Deutschland auf einem kontinuierlichen Höhenflug. Die Nachfrage nach Immobilien am Markt war immens. Verkäufer konnten sich über zahlreiche Interessenten und entsprechend hohe Preise freuen, Käufer hingegen über rekordverdächtig niedrige Zinsen. Einige Experten warnten jedoch davor, dass dies nicht ewig so weitergehen könne und früher oder später eine Trendwende am Immobilienmarkt zu erwarten sei.

Nun scheint die Nachfrage tatsächlich spürbar zu sinken. Tritt die Trendwende nun ein? Sind die guten Zeiten des deutschen Immobilienmarktes erst einmal vorbei oder steht er gar gänzlich vor einem Zusammenbruch? Wir bewerten die Situation für Sie.

So kaputt ist der deutsche Immobilienmarkt – Sinkt die Nachfrage nach Immobilien?

Es lässt sich nicht leugnen, dass momentan mit einem Rückgang des Kaufinteresses an Immobilien zu rechnen ist. Für uns ist dies im Tagesgeschäft bereits durchaus spürbar. Und dafür gibt es einige Gründe:

Da ist zum einen die aktuelle, wirtschaftspolitische Lage: die Corona-Pandemie, die Klimapolitik und der Ukraine-Krieg beherrschen die Schlagzeilen der Medien. Ständig ist von Preissteigerungen, Lieferengpässen und Inflation die Rede. Viele Menschen sehen die derzeitige Situation als instabil und unsicher an – sei es in mancher Hinsicht auch nur eine Empfindung. Ein standfester Punkt sind hingegen die gestiegenen Zinsen. In den vergangenen Jahren befanden wir uns in einer ausgesprochenen Niedrigzinsphase. Eine 100 %-Finanzierung bei einem Zinssatz von 1 % machte angesichts hoher Mietpreise nicht nur Immobilien zum Eigengebrauch sehr attraktiv, sondern auch Immobilien in Form von Kapitalanlagen. Nun liegt der Zinssatz bei 3 % bis 3,5 % und hat sich somit verdreifacht. In welche Richtung sich die Finanzmärkte zukünftig weiterentwickeln, ist derzeit noch unklar. Wer hier behauptet, dass sich all diese Gegebenheiten in keiner Weise auf den Immobilienmarkt auswirken, der besitzt ein unrealistisches Bild dieser Situation.

Die Antwort auf die Frage, ob das Interesse am Immobilienerwerb aktuell sinkt, lautet also erst einmal ziemlich eindeutig ja – allerdings mit mindestens einem aber.

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Trendwende am Immobilienmarkt?

Dass die Nachfrage am Immobilienmarkt aktuell sinkt, bedeutet allerdings nicht schlussfolgernd, dass der Immobilienmarkt dadurch nun einbricht. Hier muss die gegenwärtige Situation realistisch betrachtet werden. Es ist immer auch eine Art der Gewöhnung, was bedeutet: Der Immobilienmarkt und die Zinsen hielten sich lange Zeit auf einem gewöhnlich positiven Niveau. Nun beginnt sich der Markt aufgrund oben genannter Punkte zu verändern und dies bedeutet nicht automatisch, dass die Lage nun außergewöhnlich negativ zu betrachten ist.

Ein Blick in die Vergangenheit soll helfen, das Bild ein wenig geradezurücken: In den 1990ern lagen beispielsweise die Immobilienzinsen bei teilweise über 10 %. Gebaut und gekauft wurde zu dieser Zeit trotzdem. Und auch in den 2010er Jahren wurden Zinsen über 5 % noch als vollkommen normal empfunden. Warum sollten also 3 % nun als schlecht beurteilt werden oder gar ein Zusammenbruch des Immobilienmarktes bedeuten? Ein verdreifachter Zinssatz klingt erst einmal nach viel. Aber im Großen und Ganzen betrachtet sind 3 % immer noch günstig, auch wenn sie nicht mehr ganz so verlockend erscheinen wie 1 %.

Die Nachfrage ist durchaus noch da. Nur, dass sich nun auf ein Einfamilienhaus in mittleren Städten wie Braunschweig oder Magdeburg anstatt 100 Kaufinteressen eher 50 melden, von denen am Ende durchschnittlich aber immer noch fünf bereit sind, zum vollen Angebotspreis zu kaufen. In strukturell schwächeren Gegenden mag die Verkaufssituation etwas schwieriger sein, jedoch ist dies nichts, was sich nicht über die Preisgestaltung abfangen lässt.

Auch die allgemein wahrgenommene Krisenstimmung ist nicht unbedingt ein dauerhafter Negativ-Faktor für den Immobilienmarkt. Natürlich investieren Menschen jetzt zögerlicher und vorsichtiger als vor den Krisen. Aber es sind eben gerade Immobilien, die vielen Personen immer noch (und durchaus nicht zu Unrecht) als besonders lohnenswerte und krisensichere Geldanlage erscheinen. Und das bewegt auf Dauer viele Menschen dazu, ihr Geld eher in Immobilien zu investieren als in spekulative Geldanlagen.

Was aktuell am Immobilienmarkt geschieht, lässt sich letztlich als eine ganz normale und nicht einmal besonders bemerkenswerte Reaktion auf die derzeitige finanzpolitische Lage auslegen. Die mögliche weitere Entwicklung ist natürlich in beide Richtungen offen. Eine große Trendwende am Immobilienmarkt oder gar ein Zusammenbruch zeichnen sich aus unserer Sicht aber nicht ab.

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Was bedeutet die gegenwärtige Entwicklung am deutschen Immobilienmarkt für Verkäufer und Kaufinteressenten?

Man sollte die derzeitige Entwicklung nicht überbewerten, aber dennoch herrscht natürlich eine gewisse Verunsicherung bei Kaufinteressenten und auch bei potenziellen Verkäufern von Immobilien. Es kommen zahlreiche Fragen auf wie „Kann ich eine Finanzierung aktuell stemmen?“, „Lohnt sich eine Finanzierung überhaupt noch?“, „Kaufe oder verkaufe ich lieber jetzt, bevor die Situation noch schwieriger wird oder warte ich lieber ab, ob die Konditionen wieder günstiger werden?“, „Finde ich trotz der sinkenden Nachfrage nach Immobilien noch passende Kaufinteressen, die einen guten Preis zahlen?“ oder eben „Kündigt sich die große Trendwende am Immobilienmarkt bald an oder handelt es sich lediglich um ganz normale Schwankungen?“

Wir können leider nicht in die Zukunft sehen und Ihnen auch keine Langzeit-Prognose abgeben, sondern lediglich die Situation einschätzen. Wir wissen, dass Entscheidungen über den Kauf oder Verkauf einer Immobilie immer individuell abgewogen werden müssen. Es gibt viele Faktoren, die ein Immobiliengeschäft lukrativ und sinnvoll oder aktuell eher unvorteilhaft machen können. Und die liegen bei weitem nicht immer nur in der aktuellen Marktlage begründet. Wir empfehlen Ihnen deshalb grundsätzlich immer eine seriöse, fundierte Einzelfallberatung, für die wir Ihnen gern zur Verfügung stehen.

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