15.07.2025

Kaufnebenkosten 2025: So kalkulieren Sie die echten Kosten beim Immobilienkauf

Einführung in die Kaufnebenkosten 2025

Beim Immobilienkauf denken viele zunächst nur an den Kaufpreis der Immobilie selbst. Doch die sogenannten Kaufnebenkosten machen schnell einen erheblichen Teil der Gesamtkosten aus – oft zwischen 10 und 15 % des Kaufpreises. Diese zusätzlichen Ausgaben müssen einkalkuliert werden, damit der Immobilienkauf nicht zur finanziellen Überraschung wird. Im Jahr 2025 sind die Nebenkosten weiterhin ein fester Bestandteil jedes Immobiliengeschäfts. Sie umfassen Steuern, Gebühren und Dienstleistungen, die sowohl rechtlich vorgeschrieben als auch optional sein können, aber in der Praxis kaum zu umgehen sind.

Welche Kaufnebenkosten fallen 2025 beim Immobilienkauf an?

Die wichtigsten Nebenkosten beim Immobilienkauf bleiben auch 2025 die Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchgebühren und eventuell eine Maklerprovision. Hinzu kommen Finanzierungskosten wie Zinsen und Gebühren, aber auch zusätzliche Ausgaben wie Renovierungen oder Umzüge. Alle diese Posten summieren sich schnell zu einem fünfstelligen Betrag. Deshalb ist es für Käufer wichtig, schon vor der Finanzierung eine realistische Kalkulation dieser Nebenkosten vorzunehmen – nicht erst beim Gang zum Notar.

Grunderwerbsteuer 2025: Wie hoch sind die Steuerkosten und wie beeinflussen sie den Kaufpreis?

Die Grunderwerbsteuer ist oft der größte Einzelposten unter den Nebenkosten. Sie wird auf den notariellen Kaufpreis erhoben und ist Ländersache – das heißt, der Steuersatz variiert je nach Bundesland. 2025 bleibt die Steuer in vielen Bundesländern unverändert, liegt jedoch weiterhin zwischen 3,5 % und 6,5 %. In Bayern sind es 3,5 %, in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg hingegen 6,5 %.

Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro macht das je nach Region zwischen 14.000 und 26.000 Euro aus – ein erheblicher Unterschied. Diese Steuerkosten fallen sofort nach der Beurkundung des Kaufvertrags an und sind Voraussetzung für die Eintragung ins Grundbuch. Eine solide Finanzierungsplanung sollte diesen Betrag also stets von Anfang an berücksichtigen.

Eigenkapital und seine Bedeutung in der Immobilienfinanzierung

Eine solide Eigenkapitalbasis bleibt auch 2025 der wichtigste Hebel für gute Finanzierungskonditionen. Banken setzen in der Regel voraus, dass mindestens 15–20 % des Kaufpreises aus eigenen Mitteln gedeckt werden. Wer mehr Eigenkapital einbringt, profitiert von besseren Zinssätzen und geringerer monatlicher Belastung.

Auch Nebenkosten wie Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer und Maklercourtage sollten nach Möglichkeit aus Eigenmitteln bezahlt werden. Wer derzeit wenig Eigenkapital hat, sollte überlegen, wie Rücklagen aufgebaut oder durch Schenkungen innerhalb der Familie ergänzt werden können.

Notarkosten und Grundbuchgebühren: Was Sie wissen müssen

Der Kauf einer Immobilie in Deutschland muss notariell beurkundet werden – das ist gesetzlich vorgeschrieben. Für die Beurkundung sowie für die Abwicklung der Grundbuchangelegenheiten entstehen weitere Kosten. In der Regel liegen Notarkosten und Grundbuchgebühren zusammen bei etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises.

Diese Gebühren umfassen unter anderem die Erstellung des Kaufvertrags, die Beglaubigung von Unterschriften und die Eintragung der neuen Eigentümer im Grundbuch. Auch die Löschung bestehender Grundschulden oder Vormerkungen kann zusätzliche Gebühren verursachen. Die genaue Höhe richtet sich nach der Gebührentabelle des Gerichts- und Notarkostengesetzes.

Maklerprovision 2025: Wer bezahlt was und wie hoch ist die Provision?

Die Maklerprovision – auch Courtage genannt – ist ein weiterer wichtiger Nebenkostenpunkt, sofern ein Immobilienmakler am Kauf beteiligt ist. Seit dem Gesetz zur Teilung der Maklerkosten (2020) gilt: Bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen müssen Käufer und Verkäufer in der Regel jeweils die Hälfte der Provision tragen, wenn der Makler für beide Parteien tätig ist.

Die Höhe der Provision liegt 2025 weiterhin zwischen 3 % und 7 % des Kaufpreises (zzgl. Mehrwertsteuer), je nach Region und Marktbedingungen. In Berlin, Hamburg und anderen Großstädten sind 3,57 % pro Partei üblich. Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro macht das rund 17.850 Euro – eine erhebliche Zusatzbelastung, die frühzeitig einkalkuliert werden sollte.

🔎 Praxisbeispiel aus Magdeburg: Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf – Was wirklich auf Sie zukommt

Herr und Frau Neumann kaufen 2025 eine Eigentumswohnung in Magdeburg-Sudenburg für 245.000 €. Sie rechnen mit der Bank grob mit „10 % Nebenkosten“. Doch beim Notartermin folgt die Überraschung.

🧾 1. Die echten Kaufnebenkosten in Sachsen-Anhalt:

Posten

Prozentsatz

Betrag

Grunderwerbsteuer

5 %

12.250 €

Notar & Grundbuchamt

ca. 2 %

4.900 €

Maklerprovision (3,57 %)

3,57 %

8.746 €

Gesamt

10,57 %

25.896 €

➤ Statt erwarteter 24.500 € (10 %) sind es fast 1.400 € mehr – eine echte Belastung bei knapp kalkuliertem Eigenkapital.

💸 2. Banken finanzieren diese Kosten meist nicht mit:

Die Kaufnebenkosten müssen aus Eigenmitteln bezahlt werden. In diesem Fall bedeutet das:

  • Eigenkapitalbedarf: mind. 25.896 €
  • Zusätzlich Eigenkapitalanteil zur Finanzierungssumme: idealerweise weitere 10–15 %

➤ Viele Käufer müssen noch vor dem eigentlichen Kauf hohe Summen bereitstellen.

💡 3. Wo lässt sich sparen?

  • Einbauküchen oder Möbel separat ausweisen → reduzieren den steuerpflichtigen Kaufpreis
  • Maklerkosten verhandeln, sofern Käuferanteil vereinbart wurde
  • Förderprogramme prüfen, die auch Kaufnebenkosten abdecken (z. B. für Familien oder Sanierungen)

💡 Fazit für Käufer:

Wer Kaufnebenkosten unterschätzt, steht schnell vor Liquiditätsproblemen – noch bevor der Kreditvertrag unterschrieben ist. Schon kleinere Abweichungen schlagen mit Tausenden Euro zu Buche.

→ Unser Tipp:
Planen Sie mindestens 11 % Kaufnebenkosten ein und lassen Sie sich unabhängig beraten. Der Sorglosmakler prüft Ihren Finanzierungsrahmen realistisch – damit der Traum vom Eigentum nicht an Nebenkosten scheitert.

Finanzierungskosten: Zinsen und Gebühren im Zusammenhang mit der Immobilienfinanzierung

Neben den klassischen Nebenkosten sollten Käufer auch die mit der Finanzierung verbundenen Kosten nicht unterschätzen. Dazu gehören vor allem die Zinsen auf das Immobiliendarlehen, die je nach Laufzeit und Bonität erheblich variieren können. 2025 bewegen sich die Bauzinsen meist im Bereich zwischen 3 % und 3,5 % für zehnjährige Zinsbindungen.

Hinzu kommen mögliche Bearbeitungsgebühren, Schätzkosten für die Immobilie sowie Aufwendungen für notwendige Versicherungen – etwa eine Gebäude- oder Risikolebensversicherung. Auch Bereitstellungszinsen können entstehen, wenn das Darlehen nicht sofort abgerufen wird. Diese Faktoren erhöhen die tatsächlichen Gesamtkosten der Finanzierung und sollten in jeder Kalkulation berücksichtigt werden.

Weitere mögliche Kaufnebenkosten 2025: Renovierungs- und Umzugskosten

Neben den klassischen Kosten rund um den Kauf selbst fallen oft weitere Ausgaben an, die leicht übersehen werden. Wer eine gebrauchte Immobilie kauft, muss häufig mit Renovierungs- oder Sanierungskosten rechnen – sei es für Bodenbeläge, Heizung, Dach oder Bad. Diese können je nach Zustand der Immobilie schnell mehrere Tausend bis Zehntausend Euro betragen.

Auch Umzugskosten, neue Möbel oder die Beauftragung von Handwerkern schlagen zu Buche. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte ein zusätzliches Budget von 5 % bis 10 % des Kaufpreises für diese „unsichtbaren“ Nebenkosten einplanen – insbesondere bei älteren oder renovierungsbedürftigen Objekten.

Tipps zur Minimierung der Kaufnebenkosten

Zwar lassen sich nicht alle Kaufnebenkosten vermeiden, doch mit der richtigen Planung lassen sie sich oft zumindest reduzieren. So lohnt sich zum Beispiel der Vergleich verschiedener Notare – ihre Gebühren sind zwar gesetzlich geregelt, aber Unterschiede gibt es bei Service und Zusatzleistungen.

Wer auf einen Makler verzichten kann, spart sich dessen Provision vollständig. Auch bei der Grunderwerbsteuer lassen sich durch geschickte Gestaltung des Kaufvertrags – etwa durch separate Ausweisung beweglicher Einrichtungsgegenstände – kleinere Beträge einsparen. Zudem bieten manche Bundesländer Förderprogramme oder Zuschüsse an, die Kaufnebenkosten abfedern können.

Fazit: Die richtigen Kaufnebenkosten einkalkulieren

Die Kaufnebenkosten sind ein entscheidender Bestandteil der Immobilienfinanzierung und dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Wer realistisch plant, alle Posten berücksichtigt und Möglichkeiten zur Optimierung nutzt, erspart sich unangenehme Überraschungen und finanzielle Engpässe. Eine saubere Kalkulation sichert nicht nur die Finanzierung, sondern auch die langfristige Tragfähigkeit des Immobilienkaufs.

Mit dem Sorglosmakler den Überblick behalten

Sie möchten Ihre Kaufnebenkosten von Anfang an im Griff haben? Der Sorglosmakler unterstützt Sie bei der realistischen Kalkulation aller anfallenden Kosten, prüft Sparpotenziale und begleitet Sie professionell durch den gesamten Kaufprozess – transparent, effizient und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

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